Qwissen - haben Sie das gewusst?
Mercedes ...
... stammt vom Vornamen der Tochter des großen Mercedes-Verkäufers und Hobby-Rennfahrers Emil Jellinek. Er war schon 1897 Besitzer eines Daimler-Wagens, den er sich maßschneidern ließ, da ihm die Standardversion mit ihren 24 km/h zu langsam war. Der neue Daimler "Phönix" hatte sagenhafte 8 PS und erreichte atemberaubende 40 km/h. Er schloss mit Daimler einen Vertrag, der die Konstruktion eines neuen Motors beinhaltete, der den Namen seiner Tochter tragen sollte. Die neue Marke war geboren. Am 23. Juni 1902 wurde der Name "Mercédès" als Warenzeichen angemeldet.
Bäume ...
... haben morgens einen dickeren Stamm als abends. Forscher konnten sich dieses Phänomen bisher nicht erklären. Das Holz einer Eiche ist beispielsweise viel zu starr, um sich kurzfristig so zu verändern. Nun vermutet man, dass der Wassergehalt eines Baumes für die Schwankungen verantwortlich ist: Während des Tages geben Bäume Wasser über die Blätter ab. Der Baum verliert dadurch schneller Wasser als er durch die Wurzeln aufnehmen kann und schrumpft. Während der Nacht aber, wenn die Sonne nicht mehr auf das Blätterdach scheint, nimmt der Baum über die Wurzeln so viel Wasser auf, dass er anschwillt. Früh morgens ist er daher am dicksten.
Als Inquisition ...
... bezeichnet man die spätmittelalterlichen oder frühneuzeitlichen Gerichtsverfahren, bei denen man sich dem Aufspüren (Inquisition stammt vom Lateinischen "inquirere" = "aufsuchen, nachspüren" und bedeutet im weiteren Sinne das Erforschen von (Straf-) Tatbeständen) von Häretikern widmete. Bei einer ordentlichen Inquisition werden Strafsachen nicht auf Veranlassung von Opfern verfolgt, sondern von Institutionen, wie Staat und Kirche. Die bekannte Ketzerinquisition ist hierbei eine Sonderform des Inquisitionsverfahrens.
Das Blau des Himmels ...
... entsteht durch die Lichtstreuung der Gase in der Atmosphäre: Grundsätzlich ist die Streuung von Licht an einem Dipol in der Intensität immer abhängig von der Lichtfrequenz (Rayleigh-Streuung) – jedes Gas, das sich als Dipol beschreiben lässt und nicht übermäßig im sichtbaren Licht absorbiert, streut daher mehr blaues Licht als rotes. Die Tatsache, dass der Himmel blau ist, ist auch durch die Dichte der Atmosphäre begründet. Wäre die Atmosphäre dichter, erschiene sie rötlich, so wie bei einem Sonnenauf- oder Untergang. Wäre sie weniger dicht, erschiene sie nahezu schwarz.
Durch die Lappen gehen ....
... heißt nicht, dass man zwischen finnischen Ureinwohnern hindurchläuft. Die Redensart, deren Bedeutung man mit "Entwischen" oder "Entkommen" gleichsetzen kann, stammt ursprünglich aus der Jägersprache: Um das Wild am Ausbrechen aus dem Jagdrevier zu hindern, wurden bei der sogenannten "Lappjagd" bunte Lappen zwischen den Bäumen aufgehängt, vor denen die Tiere zurückscheuten. Oft genug durchbrachen sie aber in Todesangst die Absperrung und "gingen so durch die Lappen". Seit dem 18. Jahrhundert ist die Redewendung auch außerhalb der Jagd gebräuchlich.
Maare ....
... nennt man die Kraterseen in der Eifel, die sich in den Kratern erloschener Vulkane gebildet haben. Die meisten Maare der Eifel sind zwischen 20.000 und 10.000 Jahre alt. Entstanden sind sie durch gewaltige Explosionen, die sich in der ausgehenden letzten Eiszeit ereigneten. In den abflusslosen Maarkesseln entstanden im Laufe der Zeit Maarseen, in denen sich vielgliedrige Lebensgemeinschaften entwickelten. Heute weisen nur noch acht Maare in ihrem Kessel einen Maarsee auf. Dies sind unter anderem das Ulmener Maar, Gemündener Maar, Pulvermaar, Holzmaar und Meerfelder Maar.
Dudelsack ...
... sind nicht nur in Schottland beliebt. Es gibt Dudelsäcke in ganz Europa: der Tessiner Dudelsack z.B. heißt Piva, der spanische Dudelsack Gaita, die französischen Baghet, Cabrette, Boha und Bourbonnaise, die irische Uillean Pipe und in Süditalien gibt es die Zampogne. In Tschechien gibt es den Böhmischen Bock und in Süddeutschland (Schwaben) die Schäferpfeife, welche als Besonderheit nicht per Mundstück "aufgeblasen" wird, sondern durch einen Blasebalg versorgt wird, den der Spieler unter dem Arm hat. Somit kann er zu seiner Aufführung auch noch singen ...
Ortsnamen ...
... sind manchmal sehr originell: Der längste amtliche Ortsname Europas stammt aus Wales und hat 58 Buchstaben: LLANFAIRPWLLGWYNGYLLGOGERYCHWYRNDROBWLLLLANTYSILIOGOGOGOCH. Das heißt aus dem Walisischen übersetzt etwa: „Marienkirche in einer Mulde weißer Haseln in der Nähe eines schnellen Wirbels und in der Gegend der Thysiliokirche, die bei der roten Höhle liegt“. Leider wurde der Bahnhof des Ortes vor einiger Zeit stillgelegt, daher kann man jetzt nicht mehr am längsten Bahnhofsschild der Welt vorbeifahren.
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